Lederbearbeitung in der Ergotherapie

09.02.2017 CJD Schule Ergotherapie « zur Übersicht

Leder ist ein Material, das in der Ergotherapie überwiegend in den Fachbereichen „Arbeitstherapie“ und „Psychiatrie“ zum Einsatz kommt.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Das Bearbeiten von Leder erfordert die sichere Handhabung von Werkzeugen, bei deren unsachgemäßer Nutzung ein hohes Verletzungsrisiko besteht. Der Umgang mit scharfen Messern und Scheren wie auch das Arbeiten mit Pfriem und Nadeln sollte keine Probleme bereiten. Das bedeutet, dass grob- und feinmotorische Fähigkeiten in hinreichendem Maße vorhanden sein müssen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, bietet das Arbeiten mit Leder eine Fülle von Fördermöglichkeiten. Kognitive Fähigkeiten wie z.B. das „Aufgabenverständnis“ oder die „Handlungsplanung“ können ebenso gut trainiert werden wie die Arbeitsfähigkeiten „Sorgfalt“, „Genauigkeit“ und „ Ausdauer“.

Darüber hinaus wird ein gelungenes Werkstück sicher dazu beitragen, das Selbstvertrauen zu stärken und den Selbstwert zu heben. Der unter Umständen anstrengende und langwierige Weg zum Produkt ermöglicht Einsichten und Erkenntnisse  bezüglich des eigenen Arbeitsverhaltens und kann dazu beitragen, die Frustrationstoleranz zu erhöhen. Außerdem macht es einfach Freude, wenn man ein selbst gefertigtes attraktives Produkt benutzen kann und so den Beweis der Selbstwirksamkeit täglich vor Augen hat.